{DIY} Bau dir dein eigenes Gitarren Regal!

Neues Jahr, neues Glück! Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und haltet noch eisern an euren Vorsätzen fest?! Ich wünsche euch nachträglich ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2017. Mit ganz vielen Abenteuern, großartigen Highlights und natürlich mit einer extra Portion Liebe. Neujahrsvorsätze gibt es bei mir nicht wirklich. Das Einzige was ich mir vorgenommen habe ist, mit einem super coolen DIY ins neue Jahr zu starten. Und ich finde, das ist mir gelungen.
Gitarren Regal
Inspiriert zu diesem DIY wurde ich auf einer der, für mich als DIY Blogger, wertvollsten Plattformen im Internet – Pinterest! Egal wie tief ich in einer Schaffenskrise stecke, eine halbe Stunde Pinterest am Tag vertreibt Kreativ-Blockaden, Lustlosigkeit, Trägheit, Langeweile und Stress und mein Kopf sprudelt wieder vor Inspiration. Wie sagt man auch so schön: „A half hour Pinterest a day, keeps the doctor away.“ Oder verwechsle ich da was? 😉
Gitarren Regal
Dieses Projekt schwirrte mit schon etwas länger im Kopf herum und mein erster Impuls war: „Das muss ich ausprobieren!“ Am liebsten hätte ich mich noch am gleichen Abend mit meiner Fuchsschwanz-Säge hingesetzt und eine der Gitarren, die bei uns rumstehen, aufgeschnitten. Aber ich glaube, da wäre jemand richtig traurig gewesen und das wäre echt ein teures Gitarren Regal geworden. Also musste eine alte, kaputte, ausrangierte Gitarre her. Erste Anlaufstelle war natürlich das Internet. Doch leider habe ich keine in meiner Nähe gefunden. Also, ab auf den Flohmarkt. Und wir brauchten auch gar nicht lange zu suchen.
Gitarren Regal
Darf ich vorstellen, das ist „Klira“. Sie ist schon ein etwas älteres Model, mit der einen oder anderen Macke und Beschädigung, ohne Saiten, Stimmmechanik und Wirbel. Preis Euro 5,-. Perfekt!

Dies war so ein Projekt, wo man nicht weiß, ob dabei etwas Vorzeigbares heraus kommt, wenn man es vorher noch nie gemacht hat und nicht genau weiß, wie eigentlich? Ich war sehr optimistisch, dass es nur für mich privat schon klappen wird, denn irgendwie hätte ich den Deckel schon runter bekommen. Aber es sollte ja auch für euch vorzeigbar und nachmachbar sein. Nach einigen Überlegungen und Beratungen mit Freunden war die Sache klar, eine Japansäge musste her. Also schnell zu „Bernie’s Flansch-Bude“ die Säge ausleihen und los ging’s. Ich hab mir gedacht, entweder das wird was oder nicht. Einfach machen war mein Plan.

Gitarren Regal

Ihr braucht:

alte Gitarre
Sperrholzplatte 4mm*
Japansäge*
Holzleim*
Malerband*
Schleifpapier*
Winkel*
Geodreieck*
Bleistift*
Schneidermaßband*
und zur Deko noch eine Lichterkette*

Wenn ihr noch nie mit einer Säge gearbeitet habt, würde ich empfehlen euch von jemandem helfen zu lassen, der schon vertraut und erfahren damit ist.

Anleitung für das Gitarren Regal

Gitarren Regal
Die Randeinlage ist eure Orientierungslinie und unterhalb von ihr wird gesägt. Auf dem zweiten Bild könnt ihr den Schnitt erkennen und als ich diesen zum ersten Mal gesehen hatte, war ich sofort verliebt in die Japansäge. So ein sauberer und präziser Schnitt, ohne groß auszufransen, perfekt für dieses Projekt! Diese Säge steht ab sofort ganz oben auf meiner Wunschliste.
Gitarren Regal
Vorsicht, am Boden vom Korpus, da wo der Gurtknopf befestigt ist, gibt es eine Verstärkung und quer entlang der Deckenplatte verlaufen Leisten. Wenn ihr schon so weit seid, dass ihr mit dem Sägeblatt in die Gitarre kommt, dann passt auf, dass ihr das Blatt der Säge beim versehentlichen Anstoßen, an Verstärkungen oder Leisten, nicht verbiegt und Knicke entstehen. Ich spreche aus Erfahrung. 😉
Gitarren Regal
Nachdem ihr einmal rundum gesägt habt, fehlt nur noch ein Schnitt auf beiden Seiten entlang des Steges, um die Deckenplatte zu lösen. Vor dem Sägen klebt ihr den Hals der Gitarre mit einem Malerband ab, so dass dieser dabei nicht beschädigt wird.
Gitarren Regal
Dann kommt der spannendste Moment und ihr könnt vorsichtig die Decke abnehmen. Dies kann etwas schwerer gehen, da die Querverstrebungen am Deckel der Gitarre mit den Seitenwänden verleimt sind. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl könnt ihr diese vorsichtig herausbrechen.
Gitarren Regal
Nun könnt ihr die Gitarre von Sägespänen, Staub und eventuellen Spinnweben befreien und euch ans Schleifen machen. Dank des feinen Schnitts der Japansäge braucht ihr dafür nur wenige Minuten. Wenn ihr soweit seid, ist der größte Teil auch schon geschafft. Weiter geht’s mit den Regalböden.
Gitarren Regal
Jetzt müsst ihr die Tiefe der Gitarre ausmessen. Am besten tut ihr das an verschiedenen Stellen, da es Schwankungen geben kann. Bei mir war es eine Differenz von 5mm. An einer Stelle war die Tiefe 7 cm und an einer anderen 7,5 cm. Beim Zuschnitt habe ich mich für die 7,5 cm entschieden. Sollten sie am Ende ein Wenig hervor stehen, könnt ihr sie einfach abschleifen. Wenn ihr keine verwendbaren Sperrholzplatten zuhause habt, ist die einfachste Lösung sie im Baumarkt zu holen. Und wenn die Möglichkeit besteht, lasst sie euch dort auch gleich auf die richtige Tiefe zuschneiden. Die Länge könnt ihr dann später noch individuell anpassen und zurecht sägen.
Gitarren Regal
Als nächstes überlegt ihr euch wieviel Etagen euer Gitarren Regal (je nach Größe) haben soll und wo ihr sie platzieren wollt. Es kann sein, dass die Verstärkungsstege in der Gitarre nicht ganz waagerecht verlaufen und eure Regalfächer schief werden, wenn ihr euch nur an diesen orientiert. Am besten markiert ihr euch an einer Seite wo die Regalböden am Schluss sitzen sollen. Nun messt ihr die Länge diese Seite mit Hilfe eines Schneidermaßbandes vom Gurtknopf bis zur Markierung aus und übertragt die ausgemessene Länge auf die gegenüberliegende Seite.
Gitarren Regal
Wenn ihr fertig mit dem Messen seid, benötigt ihr als nächstes die kleinen Halterungen, auf denen später die Böden liegen. Wenn eure Regalböden ohnehin länger sind als benötigt, könnt ihr die Leisten zur Befestigung aus diesen schneiden. Wenn nicht, braucht ihr eine extra Platte mit der gleichen Tiefe. Nun schneidet ihr mit Hilfe eines Winkels jeweils 2 Leisten mit je 1 cm Breite pro Boden.
Gitarren Regal
Um noch einmal zu kontrollieren, ob eure Markierungen für die Regalböden in der Waage sind, könnt ihr dies mit einem Faden und etwas Klebeband noch einmal überprüfen. Dafür befestigt ihr den Faden mittig am Kopf der Gitarre. Dann spannt ihr ihn bis zum Makierungspunkt und fixiert die Stelle mit Daumen und Zeigefinger. Zur Gegenprobe einfach auf die andere Seite legen und wenn beim Messen nichts schief gelaufen ist, landet ihr genau auf der dortigen Markierung.

Wenn alles passt, werden nun die Regalböden zugeschnitten. Dazu messt ihr die Entfernung von einer Markierung zur gegenüberliegenden an der Gitarren-Innenseite und schneidet die Böden, mit Hilfe des Winkels auf die passende Größe. Danach solltet ihr unbedingt gleich ausprobieren, ob sie passen, oder ob sie noch ein wenig abgeschliffen werden müssen. Zu locker dürfen sie auf keinen Fall sein, da sonst die Gefahr besteht, dass sie von der Halterung rutschen.
Gitarren Regal
Zum Schluß braucht ihr nur noch die Halterungen an die markierten Stellen der Gitarrenwand leimen. Gut trocknen lassen und die Böden einsetzen.
Gitarren Regal
Puhhhh! Also, das zählt nicht unbedingt als Mini-DIY, aber die Arbeit lohnt sich. Wer hat schon so ein cooles Regal zuhause!? Noch mit ein paar Kleinlichkeiten und einer Lichterkette bestücken und schon ist euer Gitarren Regal fertig und ein echter Blickfang für eure 4 Wände. Ich liebe es! Was sagt ihr?
Gitarren Regal
Wenn euch dieses do-it-yorself gefallen hat und ihr auch gerne so ein Gitarren Regal bauen wollt, dann schaut unbedingt ins Internet, ob jemand in eurer Nähe eine kaputte Gitarre günstig verkauft oder sogar verschenkt. Ansonsten schlendert einfach über ein paar Flohmärkte und haltet die Augen offen. ♥ Steffi


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5 Comments

  • Reply barfuss.im.november - {DIY} Wanddekoration im Bohemian Style - barfuss.im.november

    […] von 40 cm. Ich habe dafür die Japansäge zur Hilfe genommen, die ich euch im letzten Beitrag „Bau dir dein eigenes Gitarren Regal!“ schon vorgestellt habe. Dann bemalt ihr die Bambusstäbe mit dem Lack. Erst die eine Hälfte, […]

    29. Januar 2017 at 23:00
  • Reply kreativkombuese

    Super coole Idee!

    24. Januar 2017 at 19:16
    • Reply barfuss.im.november

      Freut mich, dass es dir gefällt. 😉

      24. Januar 2017 at 23:17
  • Reply undiversell

    Ganz zauberhaft! Die Mühe hat sich gelohnt, ein echter Hingucker! LG Undine

    23. Januar 2017 at 9:54
    • Reply barfuss.im.november

      Dankeschön, liebe Undine! ♥

      24. Januar 2017 at 23:16

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