Meine Tipps – Gesund durch Herbst und Winter – Teil 2

„Hatschi!“, „Gesundheit!“, „Danke!“ – vermutlich eine der kürzesten, aber sehr häufigen Konversationen zwischen zwei Fremden in diesen Monaten. In Österreich könnte das auch so klingen: „Hatschi!“, „Helfgott!“, „Donkschean!“ – soviel zur Dialektkunde.
Die Herbst-/Wintermonate können einem ab und zu schon mal auf das ansonsten sonnige Gemüt schlagen. Da brauch man dann nicht unbedingt auch noch eine laufende Nase, einen kratzenden Hals, oder einen hartnäckigen Husten. Ich habe mir die Jahre über ein paar Angewohnheiten für die kalten Monate zugelegt, die helfen sollen Erkältungskrankheiten vorzubeugen, ganz nach dem Motto „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Den ersten Teil gab es schon letzte Woche und heute habe ich für euch den zweiten Teil meiner Tipps um gesund durch Herbst und Winter zu kommen.
Meine Tipps - Gesund durch Herbst und Winter - Teil 2

Kalte Füße schwächen die Abwehr

Von kalten, durchgefrorenen Füßen kann ich ein Lied singen. Nicht weil ich zu denen gehöre, die generell ein Problem mit kalten Füßen und Händen haben, sondern weil meine Lieblingsschuhe nicht immer die Wärmsten sind. Selber schuld, höre ich die Männerwelt schon sagen, aber so etwas können nur Frauen verstehen!Auf jeden Fall sind kalte Füße nicht nur unangenehm, sondern sie bremsen auch unser Immunsystem. Denn das kann nur richtig arbeiten, wenn der Körper gut durchblutet ist, die Abwehrzellen freie Bahn haben und schnell dorthin gelangen können, wo sie gerade gebraucht werden. Kühlen unsere Füße jedoch aus, verengen sich erstaunlicher Weise auch die Blutgefäße in den Schleimhäuten der Atemwege und Erkältungsviren, die sich dort aufhalten, haben so ein leichtes Spiel. Um auch auf schöne, nicht so warme Schuhe nicht verzichten zu müssen ist mein Tipp: Beim nächsten Schuhkauf darauf achten, dass die Sohle einigermaßen dick ist und die Schuhe eine Nummer größer kaufen. So hat zur Not noch eine Lammfell*– oder Thermosohle* Platz und es kann sich ein Wärmepolster bilden. Schuhe sollten nicht zu eng sein, da sonst die Durchblutung zusätzlich behindert wird. Eine Luftschicht zwischen Schuhwerk und Fuß isoliert zusätzlich.

Gönn dir was…

…und das am besten jeden Tag! Ein heißes Bad, ein langer Waldspaziergang, ein Kinobesuch mit der besten Freundin, ungestörte Zeit mit dem Lieblingsbuch, ein Glas Wein nach getaner Arbeit, oder einfach ein Stück Schokolade trotz strengem Diätplan. Egal was es ist, es ist nur wichtig, dass auch trotz Winterblues die Endorphine sprudeln. Mein Tipp für anstrengende und eintönige Arbeitstage ist: Ihr überlegt euch schon in der Früh, am besten noch im sicheren Schutze eurer Bettdecke, was euch nach der Arbeit den Tag so richtig versüßen würde. So bleibt die Motivation, trotz früher Dunkelheit bestehen und ihr habt etwas auf das ihr euch den ganzen Tag freuen könnt.

Lachen ist gesund!

Wann habt ihr das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht? Keine Ahnung? Ja dann wird es aber höchste Zeit, denn Lachen befreit, entspannt, stärkt das Immunsystem und setzt Glückshormone frei. Also, super zum Vorbeugen und natürlich auch zum Genesen. Es ist kostenlos, heilsam und frei von unangenehmen Nebenwirkungen. Mein persönlicher Tipp: Sucht bewusst Reize die euch zum Lachen anregen. Komödien, Witze, alte Partyfotos, Lachyoga (habe ich noch nie ausprobiert, soll aber ganz witzig sein) und statt des allabendlichen Kampfs um die Fernbedienung, einfach mal eine Runde durchkitzeln. Wichtig ist, dass es vom Herzen kommt.

Vitamine sammeln

Um auch in der kalten Jahreszeit das volle Paket an Vitaminen aus Obst und Gemüse heraus zu holen, setze ich auf saisonale und regionale Produkte. Umso kürzer die Transportwege sind, umso reifer kann geerntet werden und umso schneller landet die frische Ware bei uns auf dem Teller. Das wirkt sich positiv auf den Geschmack und den Vitamingehalt aus. Denn damit das weit gereiste Obst und Gemüse aus dem Ausland auch noch bei uns im Supermarkt appetitlich und ansprechend aussieht, wird es meist unreif geerntet, also bevor es seinen höchsten Vitamingehalt erreicht hat. Ab dem Zeitpunkt der Ernte werden keine Vitamine mehr produziert (auch nicht beim Nachreifen) und zusätzlich gehen mit jedem Tag der Lagerung viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Sonne auf Vorrat tanken

Gerade im Herbst und Winter leiden viele Menschen in unseren Breitengraden unter einem Vitamin-D-Mangel. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen wie zum Beispiel: Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, allgemeine Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen, oder einem schwachen Immunsystem. Vitamin-D kann mit Hilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet werden. Daher ist die natürlichste und beste Quelle für unseren Körper die Sonne. Nur leider reicht diese in den kalten Monaten nicht aus, da sie einfach zu tief steht, um genügend UVB-Strahlung durchzulassen. Glücklicherweise kann der Körper Vitamin D über den Sommer in Fett- und Muskelgewebe und in der Leber speichern um auch in den Wintermonaten den Organismus zu versorgen. Dies klappt natürlich nur, wenn man im Sommer auch täglich ohne Lichtschutzfaktor (dieser filtert die wichtigen UV-B Strahlen) für ein paar Minuten in die Sonne (wenn sie hoch steht) geht. Mein Tipp ist: Nächsten Sommer einfach schon an den bevorstehenden Herbst und Winter denken und sich seine tägliche Portion Sonne abholen um die Speicher aufzufüllen, als Reserve für die sonnenarmen Monate.

Die Heilkraft der Biene – Apitherapie

Gleich zum Anfang: Apitherapie bezeichnet die Anwendung von Bienenprodukten wie Honig, Bienenwachs, Pollen, Gelee Royal, Propolis oder Bienengift zu Heilzwecken. Das wohl bekannteste und beliebteste Produkt der kleinen, fleißigen Insekten ist der Honig. Er ist nicht nur als Brotaufstrich oder Süßungsmittel geeignet, sondern ist auch ein altbewährtes Heilmittel bei so manchen Leiden. Vor allem in der Erkältungszeit können wir von seiner bakterienhemmenden und immunstärkenden Wirkung profitieren. Auch Propolis wirkt antibakteriell und antiviral, unterstützt und verstärkt die körpereigene Abwehrkraft und eignet sich ebenfalls hervorragend zum Vorbeugen (Achtung: Propolis kann bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen). Mein Tipp: Jeden Tag ein Löffelchen puren Honig einnehmen und vor dem Runterschlucken ein wenig im Mund- und Rachenraum wirken lassen. Für schnelle Hilfe bei einem trockenen Hals und erstem Kratzen im Rachen habe ich immer Propolis Drops in meiner Tasche. Welche ich euch wirklich empfehlen kann, sind die von der Firma Wald & Wiese aus dem Reformhaus (Österreich) – ahhhh lecker.

Heilpflanzen sei Dank!

Nicht nur zum Heilen, sondern auch zum Vorbeugen können Pflanzen sehr unterstützend sein. Taigawurzel, Ginseng, Suma, Wilder Indigo, Aloe Vera und Roter Sonnenhut sind nur einige mit dem Ruf, immunstimulierende Eigenschaften zu haben. Letzteres ist sogar so bekannt, dass viele Leute den lateinischen Namen kennen, Echinacea. Wer sich dafür interessiert und sein Abwehrsystem mit der Kraft der Heilpflanzen unterstützen will, dem rate ich sich ein wenig in das Thema hinein zu lesen. Und bei der Wahl des Präparates und der Einnahmeform (Tropfen, Tabletten, Teemischung) sich eventuell von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Meine persönliche Nummer 1 unter den immunstimulierenden Heilpflanzen, darf sich auch Superfood nennen und trägt den Namen Zingiber officinale, oder besser bekannt als Ingwer. Die scharfe, aromatische Knolle stärkt nicht nur das Immunsystem, sie regt den Kreislauf an, lindert Übelkeit und beruhigt den Magen, bekämpft Entzündungsvorgänge im Körper, lindert Schmerzen, schützt vor Alzheimer, unterstützt beim Abnehmen und hilft gegen Erkältungskrankheiten. Ingwer ist Geschmacksache und so wie auch bei anderen Heilpflanzen wirkt und hilft er bei jedem unterschiedlich. Aber einen Versuch ist er allemal wert, da so eine Knolle nicht viel kostet und in den meisten Supermärkten erhältlich ist. Mein Tipp: Jeden Tag eine Tasse Ingwertee mit Honig und Zitrone nach „Steffi’s Art“ trinken! Dieser ist ganz leicht gemacht. Ihr braucht nur eine frische Ingwerknolle (am besten BIO), Honig zum Süßen und einen Schuss Zitrone für den extra Kick Vitamin C. Als Erstes müsst ihr den Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden (Dosierung je nach Tassengröße und Geschmack). Dann mit frischem, kochenden Wasser übergießen, dann ziehen und ein wenig abkühlen lassen. Wenn der Tee abgekühlt ist, könnt ihr die Ingwerscheiben heraus nehmen, einen Spritzer Zitrone dazu geben und einen Löffel Honig hinein rühren. Das Abkühlen ist notwendig, denn die wichtigen und gesunden Inhaltsstoffe des Honigs werden ab einer Temperatur von +40 Grad zerstört und er würde dann nur noch als Süßungsmittel dienen. Ich finde die Kombination so lecker und könnte mir vorstellen, dass sie den Einen oder Anderen von euch auch begeistern wird.
Meine Tipps - Gesund durch Herbst und Winter - Teil 2
So, das war der zweite Teil von „Gesund durch Herbst und Winter“. Für noch mehr Tipps von mir, einfach HIER KLICKEN und ihr gelangt zum ersten Teil. Wenn ihr noch einen Tipp zur Stärkung des Immunsystems habt und ihn mit mir und anderen teilen wollt, dann immer her damit und hinterlasst ein Kommentar.

Ich wünsche euch eine gesunde und schöne Herbst-/Winterzeit. Bleibt gesund! ♥ Steffi


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Ich bin keine Ärztin, Apothekerin oder Heilpraktikerin und es handelt sich hierbei um meine persönlichen Tipps und Erfahrungen, die Nutzung dieser Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung. Bei gesundheitlichen Problemen solltet ihr natürlich immer einen Arzt aufsuchen.


 

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