{Food} Schokolade mit einer extra Portion Liebe – Ombré Schoko Herzen

Valentinstag hin oder her, der eine mag ihn, der andere nicht – der Gedanke dem liebsten Menschen zu zeigen, wie sehr man ihn liebt, ist schon eine schöne Sache. Ob man dafür nun einen extra Tag braucht ist fraglich, denn eigentlich sollte in einer Beziehung jeder Tag „Valentin“ heißen. Und damit meine ich nicht jeden Tag Blumen, Pralinen und das ganze andere Zeug, das man sich heut zu Tage erwartet und mit dem man seine Liebe zum Ausdruck bringt 😉
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Aber wie schon am Anfang gesagt – Valentinstag hin oder her! – nun steht er wieder vor der Tür und für mich ist das ein super Anlass um euch diese zuckersüßen, selber gemachten „Ombré-Schoko-Herzen“ zu zeigen.
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In  denen steckt so viel Liebe, dass sie Amor persönlich gegossen haben könnte 😉 Ohne Spaß, ich habe in die kleinen Dinger so viel Herzblut gesteckt, denn eigentlich wollte ich nur mal schnell nebenbei ein paar Pralinen für euch zaubern, doch aus dem „nur mal schnell nebenbei“ sind dann 1,5 Tage geworden.
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Dass man aus „Schokolade in eine Form gießen und ein bisschen Deko drauf streuen“ eine eigene Wissenschaftssendung machen könnte, war mir davor nicht so bewusst. Das Schmelzen der Schokolade war wie immer kein Problem, aber die Zuckerperlen und -herzen in die Pralinen mit einzuarbeiten, brauchte ein paar Versuche. Ich habe über ein halbes Kilo Schokolade gebraucht um den richtigen Dreh heraus zu bekommen, natürlich abzüglich der vielen Stücke, die schon davor in meinen Mund gewandert sind 😉 Schlussendlich habe ich die leichteste Variante gewählt und die Deko einfach auf die letzte Schicht gestreut.

Ihr braucht: eine zum Pralinen gießen geeignete Silikonform*, weiße Schokolade, rote Lebensmittelfarbe und ganz viel Streudeko* aus Zucker. Weiters eine Schüssel aus Edelstahl oder Glas mit rundem Boden, einen dazu passenden Topf und ein Küchenthermometer.

Bevor wir loslegen noch eine kleine Rechenaufgabe. Ihr solltet euch vor Beginn schon Gedanken machen, wieviel Schokolade in eure Form rein passt. Bei mir sind es 15 Herzen å 10 Gramm, also 150 Gramm insgesamt. Das heißt für jede der 3 Schichten habe ich 50 Gramm Schokolade verwendet.
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Es gibt mehrere Wege Schokolade zu schmelzen, aber die schonendste Methode, die sich für mich am besten bewährt hat, ist das Schmelzen über dem Wasserbad.

Zubereitung:
Die von euch ausgerechnete Menge an Schokolade mit einem scharfen Messer so klein wie möglich hacken.
Parallel dazu könnt ihr schon einen Topf ca. 2cm hoch mit Wasser befüllen und zum Kochen bringen. Für den Schmelzvorgang benötigt ihr eine hitzebeständige Schlüssel mit rundem Boden aus Edelstahl oder Glas. Wichtig ist, dass der Topf etwas kleiner ist als die Schüssel, da diese anschließend auf den Topf gestellt wird und diese das Wasser nicht berühren soll.
Wenn das Wasser kocht, den Topf von der heißen Platte nehmen, ca. 2/3 der gehackten Schokolade in die Schüssel geben, auf den Topf stellen und unter stetigem Rühren der Schokolade beim Schmelzen zuschauen. Die Schokolade soll eine Temperatur von 40 Grad erreichen, sollte die Hitze dafür nicht ausreichen, könnt ihr den Topf noch mal kurz auf die heiße Platte stellen. Nach erreichter Temperatur die Schüssel vom Topf nehmen, die restliche Schokolade einrühren, schmelzen und das Ganze auf ca. 28 Grad abkühlen lassen. Nun ist die Schokolade fertig zur Weiterverarbeitung!

Klingt jetzt nicht gerade nach dem schnellsten Weg, aber der Aufwand lohnt sich, da Schokolade und Kuvertüre, wenn man sie falsch erhitzt, ihren schönen Glanz verliert und Flecken bildet. Ich weiß, nicht jeder hat ein Küchen-Thermometer  zu hause, aber in dem Fall vielleicht mal bei Freunden und Verwandten fragen, es lohnt sich.
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Um drei unterschiedlich farbige Schichten zu bekommen, habe ich jede Schicht einzeln geschmolzen und sie dann, nach dem Abkühlen, mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Beim Einfärben tastet euch lieber langsam ran, da die meisten Lebensmittelfarben sehr intensiv sind. Angefangenen habe ich mit dem kräftigsten Ton, dann eine Nuance heller und zum Schluss eine Schicht ohne Farbe.
Um den Rand der Silikonform sauber zu halten, habe ich mit einem selbst gebauten Spritzsack gearbeitet. Dafür benötigt ihr nur einen Gefrierbeutel, bei dem ihr, wie auf dem Foto oberhalb zu sehen ist, die Spitze abschneidet.
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Damit sich die drei Lagen von einander abheben, müsst ihr zwischen den einzelnen Schichten die Schokolade in der Form ein wenig aushärten lassen. Das ist auch praktisch, falls beim Einfüllen doch mal etwas am Rand der Form hängen bleibt, dann kann man diese kleinen Patzer einfach mit einem Zahnstocher abkratzen.
Bei der letzten Schicht könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und sie mit einem Topping eurer Wahl bestreuen.
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Ich bin leider kein Maître Chocolatier und auch keine gelernte Zuckerbäckerin, aber diese Schmelz-Methode hat bei mir immer gut funktioniert. Für Tipps und Tricks, wie ich meine gewohnte Technik noch perfektionieren kann, bin ich immer offen und würde mich über ein Kommentar freuen.
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Nicht nur in die Herzen habe ich sehr viel Liebe und Zeit gesteckt, für den ganzen Beitrag musste ich über viele Hindernisse springen und klettern. Nicht weil in ganz Tirol die weiße Schokolade ausverkauft war, oder mir jemand die letzte Packung Zuckerherzen vor der Nase weg geschnappt hat, sondern weil ich noch kurz vor diesem Beitrag meinem Laptop etwas Gutes tun wollte und ein Update gemacht habe. Vielleicht kann der ein oder andere Mac-User mich verstehen, aber ich finde das neue Betriebssystem hat den Namen „El Capitan“ nicht verdient. Über neue Funktionen und das neue Design lässt sich wirklich streiten, aber dass mein Macbook langsamer geworden ist, nicht mehr aufhört zu lüften und gewisse Sachen gar nicht bis fehlerhaft funktionieren, darüber leider nicht 🙁 Wobei das anscheinend mit der Zeit besser werden soll, ich bin gespannt…

Mit neuen Betriebssystemen ist es wie mit dem Valentinstag, die einen mögen es, die anderen nicht!
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